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Furfurol = Furfuraldehyd = Alpha-Furyl-Methanal = Alpha-F.M.

Die Überlegungen des Dr. Proewig

Im Dezember 1961 veröffentlichte der in New York tätige Arzt Dr. F. Proewig in der österreichischen Zeitschrift "Der Krebsarzt" einen Artikel: "Krebstest und Krebstherapie mit Furfuraldehyd".

Er bezog sich darin auf die von ihm 2 Jahre früher entwickelte und veröffentlichte Theorie der Krebsentstehung und des Krebsstoffwechsels aufgrund wissenschaftlich feststehender Tatsachen, aus der er etwa folgendes ableitete:

  • Es ist durch Warburg erwiesen, daß die Krebszelle zum Unterschied von der Normalzelle überwiegend nach dem Ur-Stoffwechselprinzip der Gärung lebt.
  • Bei der Gärung entsteht ein Vielfaches an Wasserstoff-Ionen (Ionen sind elektrisch geladene Atome) gegenüber der Menge, die beim Stoffwechsel auf Basis der Sauerstoffatmung auftritt. Zunahme der Wasserstoff-Ionen in einem Medium bedeutet aber Verschiebung des pH-Wertes darin nach sauer. Wissenschaftlich ist nachgewiesen: der pH-Wert in der Krebszelle ist - offensichtlich als Folge ihrer Gärung -6,3, also ziemlich sauer, während die Normalzellen eine leicht basische Umgebung von etwa 7,4 aufweisen und brauchen, um existieren zu können.
  • Die starke Säuerung der Krebszelle ist für sie lebensbedrohlich und würde schließlich zu ihrer Zerstörung führen. Dagegen sucht sie sich durch die sogenannte "reduktive Aminierung" - das ist eine Bindung von Wasserstoff-Ionen an Stickstoff- zu helfen.
  • "Wenn dieser angenommene Reaktionsablauf in der Krebszelle stimmt" schrieb Proewig etwa weiter, "dann müßte es möglich sein, durch eine Substanz mit einer besonderen Beziehung zu dieser Reaktionskette: Gärung, erhöhte Säuerung, reduktive Aminierung, diese zu stören. Die Folge wäre eine daraufhin ungehemmt ansteigende Wasserstoff-lonen-Konzentration in der Krebszelle, die zu einer mit ihrem Leben nicht mehr zu vereinbarenden Übersäuerung und damit zu ihrer Selbstzerstörung führen müßte."

Durch Zufall erhielt Proewig eines Tages Kenntnis von einem in der Kunstharzerzeugung verwendeten Stoff: Furfuraldehyd, auch Furfurol genannt, dessen exakter chemischer Name alpha-Furyl-Methanal lautet, was zur Kurzbezeichnung alpha-F.M. führte. Die Substanz wird schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in zunehmenden Maße in der technischen Chemie, bei der Farben-, Parfüm-, Gummi- und schließlich Kunstharzerzeugung benützt, und zwar einer besonderen Eigenschaft wegen: ihrer starken Bindungsfähigkeit für Amine!

Und so nahm Proewig an - und wie die Praxis dann zeigte, offenbar mit Recht -, daß alpha FM die gesuchte Substanz sei, die aufgrund ihrer genannten Eigenschaft imstande wäre, in die Reaktionskette des Krebs-Stoffwechsels so störend einzugreifen, daß die Krebszelle daraufhin an der eigenen Säureproduktion, an der zunehmenden Übersäuerung zugrundegehen und sich auflösen müßte.

Da damit ausschließlich ein krebsspezifisches Stoffwechselgeschehen getroffen wird, hätte das keinerlei Rückwirkungen auf die Normalzellen - zum Unterschied von den Zytostatika. "Und", so drückte es Proewig in einem persönlichen Schreiben an mich aus, "es müßte leichter sein, die Fermentation (Gärung) auf diese Art weiterzutreiben, bis sie von selber aufhören muß - wie dies bei der Sauerkrautgärung der Fall ist - als zu versuchen, sie durch Zufuhr von Sauerstoff in Form von sauerstoffabspaltenden Stoffen (z. B. Peroxyden) umzukehren, was von Warburg und anderen versucht wurde".

Auch die Anwendung der chemischen Krebsbekämpfungsmittel, der Zytostatika, wird von dem Grundgedanken des Eingriffes in den Stoffwechsel der Krebszelle geleitet. Doch ist deren entscheidendes Handicap ihre hohe Giftigkeit für den übrigen Körper - und nicht nur für den Krebstumor! -, die daher kommt, daß diese Substanzen zwischen Krebszellen und Normalzellen nicht zu unterscheiden vermögen. Die meisten von ihnen arbeiten auf die Unterbrechung des Zellteilungsmechanismus hin. Sie tun dies aber leider gleichzeitig in den lebenswichtigen Bereichen der Blutbildung, vor allem bei den weißen Blutkörperchen, der Körper-Polizei, wodurch ein Teil der körpereigenen Abwehr lahmgelegt bzw. überhaupt ausgeschaltet wird, mit allen negativen Folgen eines solchen Geschehens für das Immunsystem und den Gesamtorganismus des Kranken.

Alpha FM hingegen trifft nur den Krebszell-Stoffwechsel, ohne die Normalzellen zu beeinträchtigen, und ist - wie noch genau zu erörtern sein wird - in den anzuwendenden Dosen völlig ungiftig.

Quelle: DDr. Rudolf Drobil: Schluckimpfung gegen Krebs
Copyright© by Verlag Wilhelm Maudrich


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